Keine weiteren Baumfällungen zwischen Hansa-Brücke und Wullenwebersteg!

Keine weiteren Baumfällungen zwischen Hansa-Brücke und Wullenwebersteg!

Das Schleswiger Ufer wurde zur Schuttablage

Die Wochen ziehen ins Land und immer noch ist das Schleswiger Ufer gesperrt und mit riesigen Schutthalten, die in schwarzen Plastikplanen gehüllt sind, zugemüllt.

Schutthalde Schleswiger Ufer
Schutthalde Schleswiger Ufer

Ursprünglich waren 3 Wochen für die Bergung der Kampfmittel veranschlagt. Aus den 3 Wochen wurden 6 Wochen. Nun sind die Bauarbeiter weitergezogen. Die riesigen Schuttberge, von denen sie uns sagten, dass sie giftige Substanzen enthalten könnten, sind geblieben. Seit Anfang April können wir unseren Uferpark nicht mehr betreten. „Achtung Lebensgefahr“ steht am Gitter. Hinter dem Gitterzaun sehen wir zerstörte Grünanlagen und von schweren Maschinen zerstörte Uferwege.

In der 22./23. Woche sollten die Schuttberge laut Zeitplan des Bezirksamtes abgeholt werden. Nun ist die 24. Kalenderwoche ins Land gezogen und die Schuttberge liegen immer noch vor unserer Haustür. Die Sonne brennt auf die Plastikplanen, unter denen die verseuchten Erdlasten liegen.

Wir fordern vom Bezirksamt eine unverzügliche Räumung der verseuchten Schuttberge an unserem Ufer. Zum Schutz der Anwohner und zur baldigen Wiederbegrünung und Nutzung unserer dringend benötigten Grünanlage für den Sommer.

Setzen Sie sich ein für das Schleswiger Ufer. Nehmen Sie Kontakt auf mit den Verantwortlichen vom Bezirksamt:

https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/planung-entwurf-neubau/artikel.701103.php

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Inzwischen hat am 12. März die Informationsveranstaltung des Bezirksamtes stattgefunden. Kurzes Resümee:

In diesem Jahr soll bis zum Herbst zu Ende geplant, dann ausgeschrieben und in den kommenden zwei Jahren (2019 — 2020) der Rad- und Wanderweg („Spreeradweg“) gebaut werden. Weitere Bäume sollen nicht fallen, mehr Bäume sollen nachgepflanzt werden, die Breite des Weges kann auch schmaler als vier Meter ausfallen. Wurzelbereiche sollen durch Handschachtung und Mosaikpflaster geschützt werden, eine ökologische Begleitung des Bauvorhabens ist vorgesehen, der Anschluss des Weges nach Charlottenburg ist nicht zu Ende geplant. Die Bezirke stimmen sich, wie es scheint, untereinander nicht ab.

Das Bezirksamt hat begonnen, Fragen der Anwohner*innen auf seiner Webseite zu beantworten.

Zur Zeit wird in der in den 1950er Jahren angelegten Grünanlage am Schleswiger Ufer nach Munition aus dem 2. Weltkrieg gesucht.



Artikel vom Januar 2018:

Eines der letzten naturbelassenen Naherholungsgebiete an der Spree, im Herzen Berlins, ist dabei, einem überregionalen 4 Meter breiten Radweg für Touristen geopfert zu werden. Dieser wird  aus diesem raren Naturidyll eine gesichtslose Durchgangsstation für E-Biker und radelnde Großstadtbesucher machen. Wo jetzt noch grüne Wiesen zum Entspannen einladen, soll dann breiter Asphalt die Erde bedecken. Wir Anwohner und unser Anrecht auf ein lebenswertes Umfeld in einem intakten Kiez bleiben dabei auf der Strecke, ebenso wie die ortsansässige Tierwelt, die damit wieder ein Stück Lebensraum und ein Refugium verliert.

Das wollen wir nicht hinnehmen!

Doch der Kahlschlag hat bereits begonnen. Sieben wunderschöne große, kräftige, über Jahrzehnte gewachsene Bäume wurden dafür bereits gefällt. Am 9. Januar 2018 rückten in aller Frühe Arbeiter mit Motorsägen und Schreddern am Schleswiger Ufer an. Am nächsten Morgen standen Anwohner, Jogger, Spaziergänger, Hundebesitzer, Eltern mit Kindern, all die Menschen, die diesen Uferbereich nutzen und lieben, fassungslos vor den Resten dieses Baumgemetzels und der häßlichen Wunde, die diese Aktion in das Landschaftsbild gerissen hat.

Das war der Blick vor der Baumfällaktion auf den Uferbereich von der Flotowstraße aus:

Trauerweiden am Schleswiger Ufer
Trauerweiden am Schleswiger Ufer

So sieht es heute am Schleswiger Ufer im Bereich der gefällten Bäume aus:

Foto Zerstörtes Schleswiger Ufer
Hier standen vor kurzem noch die prächtige Trauerweiden.

Und es drohen, trotz beschwichtigender Worte von zuständiger Seite, weitere Baumfällungen.

Das wollen wir verhindern!

Auf beiden Seiten des Ufers. Der Widerstand hat sich formiert. Machen Sie mit! Unterstützen Sie unser Anliegen! Unterschreiben Sie die Petition auf:

Petition auf Change.org

Mindestens genauso wichtig ist aber auch die Printpetition an Frau Weißler.

Das Formular finden Sie unter:

Printpetitiion an die Bezirksstadträtin, Frau Weißler.

Dabei ist nicht die Frage Radwege ja oder nein. Auch wir sind für Radwege, aber nicht derart auf Kosten der Natur. Ein Radweg, auch ein touristischer Spreeradweg, muss nicht 4 Meter breite Ashaltpiste sein. Wir sagen, das geht auch anders, umwelt-, natur-, und auch anwohnerverträglich. Opfert nicht Bäume und Uferparks für den Bau von Radwegen, sondern Straßenland! Bezieht uns Anwohner in die Planungen mit ein!
Für ein lebens- und liebenswertes Berlin.

Weitere Informationen zu dem bedrohten Uferbereich finden Sie auf der Seite:

Das Spreeufer

Das sonnendurchflutete grüne Spreeufer im Spätsommer 2017
Das sonnendurchflutete grüne Spreeufer im Spätsommer 2017