Erstes Bauzaungespräch am 8. November 2021

Erstes Bauzaungespräch am 8. November 2021

Am Montag, den 8. November, fand ein Bauzaungespräch zur Sofortsicherung Schleswiger Ufer unter der Beteiligung der Anwohner am Schleswiger Ufer statt. Vorangegangen waren Gespräche zum Anlauf des Projektes im September 2019 am Schleswiger Ufer sowie ein Bauzaungespräch im Dezember 2019 Am Spreebord zu Bauwerkserkundung/Sofortsicherungen.

Ein Mitarbeiter der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Abteilung Tiefbau, der die Maßnahme zur Sofortsicherung der Uferbefestigung am Schleswiger Ufer betreut, informierte uns umfassend über die Bauarbeiten und stellte sich unseren Fragen. Zudem legte er auch noch einmal den Grund für die Arbeiten dar.

Während zahlreicher Untersuchungen in den letzten Jahren in Berlin ergab sich ein uneinheitliches Bild bezüglich des Zustands der Ufermauern an der Spree. Der Zustand der zum Teil über 100 Jahre alten Mauern variiert je nach Lage sehr. Daher wurde die Gesamtmauer in einzelne Abschnitte unterteilt, wovon ein Teil aktuell stark sanierungsbedürftig ist. Wie zum Beispiel der Abschnitt zwischen Jungfernheide und Humboldthafen, in dem auch das Schleswiger sowie das Hansa-Ufer liegen. Vor allem die Mauerwand des Schleswiger Ufers befindet sich laut Senatsverwaltung in einem Zustand, der ein sofortiges Handeln und eine Sofortsicherung nötig machte. Stahlträger, in denen Betonplatten eingehängt sind, zeigen Zeichen von Korrosion. Die Betonplatten selbst sind zum Teil undicht, an manchen Stellen gar gebrochen, sodass Uferboden in die Spree rutscht.

Seit Ende September wurde daher zur Sicherung der Mauer eine Spundwand hochgezogen, in einem erschütterungsarmen, geräuschreduzierten Verfahren. Die Wand ist nun fertiggestellt. Anschließend soll der Zwischenraum zwischen Spund- und Uferwand mit Sand aufgefüllt werden. Das wird voraussichtlich einen Zeitrahmen von ein bis zwei Wochen umfassen. Das Ganze könnte sich aber noch etwas verzögern, da ein Abwasserrohr, das auf Höhe des Wullenweberstegs im Grund der Spree verlegt ist, bisher noch nicht gefunden wurde und eine Beschädigung durch die Arbeiten ausgeschlossen werden muss.

Danach steht der eigentliche Mauer-Neubau an. Was uns dabei erwartet, kann am Wikinger Ufer beobachtet werden. Einen genauen Zeitplan konnte er uns nicht vorlegen.

Die Erneuerung des Schleswiger Ufers erfolgt nach Aufstellung des Planungsentwurfs (voraussichtlich 2022), Abschluss des Genehmigungsverfahrens (voraussichtlich 2023) und bei Verfügbarkeit der Haushaltsmittel.

Zum gegenüberliegenden Hansa-Ufer sagte er, dass dieses zwar nicht in einem derart schlechten Zustand, aber auch sanierungsbedürftig sei und die Standsicherheit nicht mehr nachgewiesen werden könne.

Aber der Herr vom Senat versicherte, dass er davon ausgehe, dass bis spätestens Weihnachten die Schnellsicherung der Ufermauer am Schleswiger Ufer abgeschlossen sei. Wie lange die ganze Sanierung dauern könnte, dazu wollte er aber keine Prognose abgeben, da das von zu vielen Faktoren abhänge, aber uns wurde durch seine Ausführungen klar, dass das ganze Erneuerungsprojekt nicht in einem Jahr abgeschlossen sein wird.

Neben dem Fahrplan für die Ufersanierung brannten den Teilnehmern des Gesprächs vor allem die Thematik der Erhaltung der Uferbäume auf der Seele. Dazu äußerte sich der Senatsmitarbeiter wenig konkret. Im Zuge der Sofortsicherung sind keine Fällungen von Bäumen vorgesehen. Beim Neubau der Uferbefestigung wird ein Teil der Bäume nicht erhalten werden können. Im Rahmen der Planung wird angestrebt die Anzahl der zu fällenden Bäume auf ein Minimum zu reduzieren.

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