Fällungen für den Spreeradweg am Schleswiger Ufer (taz, 09.02.2018)

Fällungen für den Spreeradweg am Schleswiger Ufer (taz, 09.02.2018)

Claudius Prößer in der taz vom 9. Februar 2018 über die Lage am Schleswiger Ufer in Berlins Mitte: Wer radeln will, muss schreddern lassen

Anmerkung:
In den am Schluss des Artikels zitierten Worten der Bezirksstadträtin, Frau Weißler, liegt ein Irrtum vor: Zwölf Bäume sind mit gelben Punkten markiert; sie wurden von Beauftragten der Verwaltung angebracht und nicht von “irgendeinem Witzbold”.

Die Anwohnerinnen und Anwohner vermuten daraufhin natürlich das Schlimmste, nämlich dass auch die Fällung dieser Bäume vorgesehen sei. Anderes zu denken fällt ihnen schwer nach den Rodungen am 9. Januar. Dass Frau Weißler verspricht, weitere Bäume würden für den Spreeradweg nicht gefällt, tröstet sie nur wenig. Leicht ließen sich von Amts wegen andere Gründe finden, wenn man Bäume beseitigen möchte.

Den Fall der sieben Bäume am 9. Januar erklärte sie damit, dass man “Kampfmittel” suchen wollte, die aus dem Zweiten Weltkrieg hier liegen geblieben sein könnten. Anwohner*innen haben dann auch beobachtet, wie man mit einem kleinen Baggerfahrzeug suchte: Man grub nicht etwa dort, wo die Bäume gestanden hatten, sondern ca. 100 m davon entfernt. Wie sollten wir da darauf vertrauen können, dass die Behörde und ihre Beauftragten wissend und mit größter Behutsamkeit in die Biotope eingreifen, um so wenig wie möglich an Schaden anzurichten? JK

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